Fenster auf

Fenster auf
die Türen auch

Kalter Wind fegt
Haus und Atem klar

Glockengeläut ruft Hoffnung
auf ein gnädiges Jahr

Möge das Licht immer wieder
die Nächte vertreiben

Mögen wir beide,
du, meine Zeit und ich,
einander freundlich gesinnt bleiben.

Raunacht 12
5. Januar
Zum Licht erwachen

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Meine Freundin

Wer nimmt dich in den Arm,
tröstet dich mit Verständnis?

Wer hilft dir, Rat zu finden?

Wer hält dich an den Schultern,
sagt dir Wahres ins Gesicht?

Wer geht mit dir durch Dick und Dünn
zum Pferde stehlen
oder zum jüngsten Gericht?

Deine beste Freundin. (*)

Mir selbst
die allerbeste Freundin sein,
im Neuen Jahr
und für immer.

(* und mein Stephan)

Raunacht 8
1. Januar
Eine Entscheidung treffen

Gehen

Mitte Oktober hatte ich einen Selbstunfall mit dem Fahrrad. Nach zwei Monaten mit Schiene und Krücken durfte ich gestern das rechte Bein wieder voll belasten. Heute ging ich mit meiner Familie etwa 500m spazieren.

Es hat mir viel bedeutet, wieder mit unterwegs zu sein. Langsam, aber dabei. Langsam , aber unterwegs. Ein Lächeln schleicht sich auf meine Lippen, gehen ist so schön.

Es war die 12. OP. Jedesmal erstaunt mich die Fähigkeit des Körpers, wieder zusammenzuwachsen. Danke!

Das Bild entstand mit dem Apophysis-Programm, auf das ich durch puzzelblume (2puzzle4.wordpress.com) aufmerksam wurde.

5. Raunacht
29. Dezember
Den Körper heiligen

Vorfreude und Angst

Dunkle Zeit verlangt nach Licht
nach Hoffnung und Zukunft.

Feiern!

Gemeinsam gegen Dunkel und Einsamkeit antreten.
Freude, Vorfreude scheint tagelang voraus.

Aber
manchmal
erträgt ein Dunkel kein Licht,
ein Einsam kein Fest.
Seeele in Winterstarre.

Was bist du so betrübt, meine Seele,
und so unruhig in mir?
Schau, du wirst dich wieder freuen
du wirst das Licht begrüssen und blühen!

Darum iss und trink
und geh deinen Weg,
heute im Dunkel,
morgen im Licht.

Angelehnt biblische Texte aus Psalm 42 und 1.Könige 19, 7